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Depression

Der Mensch verfügt über einen faszinierenden Reichtum an möglichen Gefühlszuständen. Als würden wir ein großes Orchester dirigieren, verfügen wir so über unzählige Möglichkeiten, eine Situation zu erleben und unsere Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Die Vielzahl der uns zur Verfügung stehenden Emotionen ermöglichen uns Bindungen einzugehen, schützen uns vor Gefahren und sind Nährstoffe unserer Fantasie und Intelligenz. Wenn wir uns wohl fühlen, beherrschen wir dieses komplexe Geschehen vollkommen mühelos.

Fällt nun aber ein Instrument aus, kann dies zu einem Ungleichgewicht führen. Sind wir gesund, bestehen sehr wirksame Kompensationsmechanismen. Sind diese jedoch erschöpft, entsteht ein zunehmender Leidensdruck, der Ausdruck einer Depression sein kann. In der Depression liegt eine Störung der Affektivität vor, dass heißt des Erlebens und Ausdrucks der Stimmung, des emotionalen Erlebens:
Mögliche Symptome sind: Ratlosigkeit, Gefühl der Gefühllosigkeit, Ausdruckslosigkeit, Störungen der Vitalgefühle (Lebendigkeit, Kraft, Frische), Traurigkeit/ Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Ängstlichkeit, Gereiztheit, innere Unruhe,  Selbstzweifel, Schuldgefühle.
Die Aktivität und der Antrieb sind oft reduziert, eine erhöhte Getriebenheit/ Nervosität ist ebenso möglich.

Körperliche Symptome:

Schlafstörungen mit Gedanken der Sinnlosigkeit, Selbstunsicherheit/- kritik, Pessimismus, Aussichtslosigkeit und Ängste (Katastrophalisieren)
Libidoverlust, Ermüdung, Appetit- und Gewichtsverlust, Kopfdruck, Magenbeschwerden, Verdauungsbeschwerden.

Motivation: Rückzug, Misserfolgsorientierung, Vermeidung von Verantwortung, Interessenverlust, Entschlussunfähigkeit, Gefühl der Überforderung